bild  
AGUS Markgräflerland e.V.
 
Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz e.V.
 
  SUCHEN:
   
 
bild
Navigationszeile: Farbcode
Erklärung zum Farbcode der Navigationsbuttons
weiss
= Diverse Informationen aus aller Welt mit weiterführenden Links
orange
= Interaktiver Inhalt: Leser sind aufgefordert, uns Hinweise zu geben!!
blau
= Themenbezogene Landkarten ... Bitte eigene Hinweise hinzufügen!!
gelb
= Der Verein "AGUS Markgräflerland e.V."
rötlich
= Gäste, Freunde, Nachbarn, Gleichgesinnte.
grün
= Durch AGUS zusammengestellte und aufbereitete Informationen.
hellgrün
= AUFFORDERUNG: So bewirken sie Positives für sich und andere!
bild
bild
Schriftgrösse: klein / normal

-> Zurück zur Karte

Mehr zum Thema bei uns?
-> "DIALOG > FUSS- & RAD-ErLEBEN"
-> "DIALOG > IA: FUSS- & RAD-ErLEBEN"
(= Vorläufer der interaktiven Karte - MIT IHREN BEITRÄGEN!
-> "MOBILITÄT > Mit (EEEE)FAHRRAD etc."
-> (Ebenfalls inter-aktive) Karte "Fahr!RAD_ZIV-RWK"
- mit der zugehörigen "Hintergrundseite"

Müllheim? ->"Fahrradfreundliche Kommune"!

-> auch agfs-nrw.de: "Arbeitsgemeinschaft Fussgänger- & fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden & Kreise in Nordrhein-Westfalen"
» mehr lesen ...

Zusammen mit IHNEN!

Unsere Karte ermöglicht, Beobachtungen und Schwachstellen des aktuellen (Müllheimer) Radverkehrsnetzes usw. mit Ihren Kommentaren zu beschreiben:
Nutzen Sie diese Chance!

NUR SO KANN ES AUF DAUER SPÜRBAR BESSER WERDEN!

"Radschutzstreifen", "Radstreifen":
Was ist das?

Grundsätzlich dürfen - ausser auf Autobahnen - die Radfahrenden überall als gleichwertige Verkehrsteilnehmer die Fahrbahnen der Straßen mitnutzen. In der Praxis gibt es da immer wieder Probleme, denn Radfahrende werden von KFZ-Führern regelmäßig nicht als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer behandelt, sondern der Sicherheitsraum der Radfahrer*innen immer wieder massiv verletzt. Typische Beispiele:

  • Der vorgeschrieben Mindestseitenabstand von 1.50 m während eines Überholvorganges wird nicht eingehalten. Insbesondere im städtischen Verkehr kommt es immer wieder vor, dass Radfahrende trotz Gegenverkehr überholt werden, was zwangsläufig zu zu geringen Seitenabständen führt  
  • Es kommt immer wieder vor, dass Türen von parkenden Autos zur Fahrbahnseite geöffnet werden, ohne dass vorher kontrolliert wurde, ob sich von hinten Verkehrsteilnehmer nähern. Während das bei PKW sehr schnell zu teil massiven Blechschäden führen kann, sind für Radfahrende nachhaltige gesundheitliche Schäden beim Aufprall auf die geöffnete Tür oftmals die schreckliche Konsequenz  
Die Markierung spezieller Bereiche der Fahrbahn dient dazu, KFZ-Führer speziell an die Beachtung der Fahrräder im Verkehr zu erinnern

Der FAHRRADSTREIFEN ist ein abgetrennter Bereich des rechten Fahrbahnrands, der den Radfahrenden exklusiv zur Verfügung gestellt wird. Die durchgehende Linie signalisiert, dass dieser Streifen von KFZ nicht BE- bzw. überfahren werden darf. Alleine eine Kreuzung des Streifens zum Anfahren von Parkplätzen im Seitenstreifen der Straße ist erlaubt

Der FAHRRADSCHUTZSTREIFEN sieht dem Fahrradstreifen ähnlich, nur dass hier die Markierung als unterbrochene weisse Linie ausgeführt ist. Dies signalisiert, dass KFZ bei Abwesenheit von Radfahrenden diesen Streifen notfalls mitnutzen dürfen. Das Darauf-Parken ist zu 100% untersagt! Der Vorteil dieses Streifen liegt also in erster Linie in möglichst deutlich erhöhter Aufmerksamkeit von KFZ-Lenkenden gegenüber Radfahrenden - & dem Vorhalt eines Schutzraums für Radelnde!




GEHWEGmitbenutzung durch Radelnde

Dieses Konzept zum verbesserten Schutz von Radfahrenden gegenüber KFZ hat deutliche Schwächen:

  • Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Radfahrenden & Zufussgehenden ist hoch - häufig wird die Geschwindigkeit von Radfahrenden unterschätzt  
  • Fußwege sind auch für (Klein-)Kinder der natürliche, geschütze Raum. Nur sind Kinder eben nicht entsprechend ausgebildet/geübt/sicher & können daher mit anderen Verkehrsteilnehmern wie z. B. Radfahrenden nicht umgehen  
  • Fußgänger nutzen oftmals die volle Breite der Gehwege -schlicht deshalb, weil Ihnen die gemeinsame Nutzung des Gewwegs mit Radfahrenden nicht bewusst oder klar ist  
  • Ein sich von hinten nähernder Radfahrer wird selbst von einem sonst aufmerksamen Fußgänger oftmals erst so spät wahrgenommen, dass er/sie sich erschreckt und unbedachte Ausweichreaktionen macht. Zuweilen führen genau eine solche Ausweichreaktion zu einer tatsächlichen Kollision zwischen Radfahrendem & Fußgänger  

BAULICHE ANPASSUNGEN für Fahrräder
(= Vorteile für Zufussgehende & Mobilitätseingeschränkte!)

Es ist mehrfach wissenschaftlich bewiesen, dass die Nutzung von Fahrrädern innerhalb einer Kommune zunimmt, wenn die Zeitunterschiede zwischen der Fortbewegung mit dem PKW und dem Fahrrad verschwinden. Auf Distanzen von unter 3 km sollte grundsätzlich kein Geschwindigkeitsvorteil für PKWs vorhanden sein.

Wie erreicht man dem Ziel der Geschwindigkeitsgleichheit? Die AGUS plädiert dafür, für Radfahrende direkte Routen im städtischen Raum zu ermöglichen, die für PKW aus Gründen des Platzverbrauchs nicht zur Verfügung stehen. Als prominentes Beispiel hierfür soll eine mögliche Nord-Süd-Direktverbindung zwischen den Schulen (Blankenhornstraße) und dem Wohngebieten südlich der Hauptstraße bis Vögisheim dienen. Die Führung von Fahrädern auf dem Gehweg der Östlichen Allee ist problematisch & kreuzt zudem vielbefahrene Strassen gleich mehrfach. Eine Direktverbindung zwischen Sparkassengelände und Kreisel Aldi/Lidl/Bürgerhaus würde sich anbieten, wenn es da nicht den Höhensprung des natürlichen Geländes beim Klemmbach gäbe, der heute mit einer Treppe überwunden wird. Ziel sollte es also sein, die Treppe mithilfe einer schiefen Ebene radfahrtauglich zu ergänzen. Tatsächlich wäre in dem genannten Bereich ausreichend Platz, eine Brücke über dem Klemmbach zu errichten, die als Teil einer längeren Rampe den Höhensprung auch für Radfahrende leicht passierbar machte. Die bauliche Veränderung (Brückenbau) muss allerdings finanziert werden. Wegen der im Vergleich zum KFZ-Verkehr immer noch geringen Investitionstätigkeit für den Radverkehr kann diese Investition gut begründet werden

Ein anderes Beispiel ist die Nord-Süd-Verbindung zwischen den Wohngebieten am nördlichen Stadtrand von Müllheim & der Innenstadt: Hier stellt die stark befahrene Schwarzwaldstraße eine massive Barriere für alle Verkehrsarten (Fußgänger, mit Kinderwagen oder mit Rollator, Radfahrende, KFZ) dar. Die heute teilweise vorhandenen Unterführungen für den Nicht-KFZ-Verkehr sind eng, teilweise dunkel & uneinsichtig (-> Klaustrophobie!) sowie mit Treppen oder steilen Rampen ausgerüstet & stellen eine Hürde bzw."Barriere" dar - viel besser wäre eine ebenerdige Überbrückung einer tiefgelegten Schwarzwaldstraße! Dies hätte zudem den Vorteil, dass der Verkehrslärm durch die Tieflage der Straße zur Wohnnachbarschaft reduziert würde, also zu einer zusätzlichen Aufwertung des Wohnquartiers führte. Die für so eine zukunftsgerichtete Verkehrsführung auf zwei Ebenen notwendigen Investitionen sind hoch. Weiterhin muss die Stadtverwaltung auch sämtliche Anpassungen mit dem Landkreis abstimmen (Schwarzwaldstraße = Kreisstraße). Somit wird diese Maßnahme nicht über Nacht zu realisieren sein. Aber es wäre zukunftsgerichtet, wenn die Stadtverwaltung die angesprochene Tieferlegung bei jeder anstehenden Instandsetzungsaktivität berücksichtigte & somit sachliche Probleme (Rohr-, Kabelleitungen usw.) bereits im Vorfeld einer zukünftigen Baumaßnahme entsprechend gestaltete