bild  
 
AGUS Markgräflerland e.V.
 
Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz e.V.
bild bild
bild
  Schriftgrösse: klein / normal / gross

SCHON AUFGEFALLEN? --> Die Auswirkungen der privaten Infrastrukturmassnahmen fehlen in fast allen Statistiken!

Ein schlechter Witz? Absichtvolles Vorbeischauen?
Gerade die extrem hohen Auswirkungen beim Bau von privaten Gebäuden (egal ob Geschäftsgebäude der privaten Industrie wie Werkstätten, Hallen, Büros) oder beim Bau von Wohnungen werden in Klimamodellen fast nie erwähnt. Warum ist das der Fall?

Die Gründe sind vielfältig:

  • Es ist sehr schwierig, hier Vergleiche vorzunehmen! --> Ja, das stimmt. Aber das ist kein Grund dieses Thema einfach auszublenden!  
  • Die Größe der Bauwerke ist extrem unterschiedlich! --> Ja, das stimmt. Aber dann muss man eben einfach einen Mittelwert nehmen. Dazu gibt es keine Angaben? --> Dann sollte man wenigstens eine erste Annahme machen! Korrigieren kann man später immer noch!  
  • Die Art der verwendeten Baustoffe ist von Bau zu Bau extrem unterschiedlich! --> Gerade deshalb lohnt es sich, hier Vergleiche durchzuführen!!  
  • Ein einmal errichtetes Gebäude steht da für sehr lange Zeit. --> Diese Aussage ist zumindest in der Mehrzahl der Fälle korrekt. Andererseits gibt es immer wieder Beispiele, wo alte Gebäude abgerissen werden, um Platz zu schaffen für neue Gebäude. In diesem Falle geht es nicht nur um die Klimawirkung des neuen Gebäudes sondern auch um die Klimawirkung der Abfallbehandlung desabgerissenen Gebäudes. Oder auch: war es wirklich klimatechnisch sinnvoll, das alte Gebäude komplett zu vernichten?  

Klimabilanz der Baustoffe = KEA-->Analyse

Hier geht es um die Klimabilanz der Baustoffe während des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.

KEA = Kumulierter Energieaufwand !

Jeder Baustoff ist zu bewerten bezüglich des Energiebedarfs zur Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung, auch Graue Energie des Produktes genannt. Zusätzlich zu bewerten ist aber auch der Energetische Fußabdruck während der Nutzungsdauer eines Baustoffes. Die Summe beider Bewertungen ergibt die KEA und ist damit umfassend.
Das Problem ist jedoch, dass alle Baustoffe einen Energiebedarf haben, und somit jeder Neubau immer eine negative Klimaeinwirkung hat. Es kann also nur darum gehen, die Gesamtgröße der Bauwerks zu minimieren (Stichwort: wieviel Wohnraum braucht jeder einzelne Mensch?) und die Auswahl der Baustoffe so zu optimieren, dass das Gesamtbauwerk nachher die Komfort-Erwartung an den Bau erfüllt und gleichzeitig einen minimalen Klima-Fussabdruck aufweist.