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Unsere "UnsWeltKolumne" im "Hallo Müllheim" ab Januar 2020

AUSGEWÄHLTER ARTIKEL


April 020 (geplant, Entwurf):

22. März? Weltwassertag!

Wasser ist zunächst - bisher! -nichts, worüber man sich in Deutschland den Kopf zerbricht. Wir drehen einfach "den Hahn auf", schon flieĂźt sauberstes Wasser zum Kochen, Waschen oder auch, leider, für die Toilettenspülung. Allerdings muss man nicht weit gehen, um festzustellen, dass Wasser immer knapper wird: Spanien und Portugal haben 2017 unter starken Dürren gelitten, bei uns gab es mit 2018 und 2019 zwei Trockenjahre in Folge. Dass solche Dürren im Zug der Erderwärmung häufiger auftreten werden und länger andauern als in der Vergangenheit, gilt als sicher.

Vor allem die Landwirtschaft leidet darunter: Nahrungsmittel und andere landwirtschaftliche Produkte haben mit 86 % den höchsten Anteil am weltweiten WasserfuĂźabdruck: Wieviel Wasser man verbraucht, um alle in einem Land konsumierten Produkte und Dienstleistungen bereitzustellen. Deutsche verbrauchen ca. 127 L Trinkwasser pro Tag! Das ist allerdings nur ein Bruchteil dessen, was wir tatsächlich an SüĂźwasser verbrauchen: Rechnet man die Menge hinzu, die für Erzeugung und Transport unserer genutzten Konsumartikel benötigt werden, kommen wir auf 4.230 Liter - täglich! Darin enthalten sind auch die Wasserressourcen anderer Länder, aus denen wir Ware importiere,: das "virtuelle Wasser" (vW) - Deutschland ist ein Wasserimportland!
Unser Import von z. B. Tomaten aus Spanien oder Baumwolle (Bw) aus der Aralseeregion (1 Bw-T-Shirt beinhaltet durchschnittlich 2.700 L!) hat in den Anbauländern einen sehr hohen Wasserbedarf zur Folge, was dort in der Regel zur Ăśbernutzung der lokalen Wasserressourcen führt, zum Schrumpfen und Austrocknen von Seen und Absinken der Grundwasserspiegel, die sich teils kaum mehr erholen können. 80 % des virtuellen Wassers resultieren aus dem Handel mit landwirtschaftlichen Produkten, der Rest aus dem mit Industriegütern.
Südspanische Erdbeeren z. B., für deren Anbau kostbares Nass aus Flüssen und Grundwasser von Schutzgebieten gezapft wird, sind ökologischer Wahnsinn; 1 kg Fleisch beinhaltet 15.000 L vW, 7 g Kaffee - für 1 Tasse! - 140 L, konventionelle Orangen ca. 40 L/Stück.
In der Regel schont Biogemüse das Wasser wirksamer, da die für den Anbau genutzten Böden infolge der Gründüngung humusreicher sind und eine bessere Wasserhaltefähigkeit besitzen.
Zudem wird das Wasser unter einem "Ă–koacker" nicht durch Mineraldünger und Pestizide verunreinigt und ist damit auch besser für die städtischen Wasserwerke und deren Trinkwassergewinnung, sodass sie eigentlich den Ă–kolandbau unterstützen müssten.
Die Stadtwerke München zB machen dies im Mangfalltal seit 1992 und fördern heute 175 Betriebe auf 4.200 Hektar, damit nun eines der größten ökologisch bewirtschafteten Gebiete Deutschlands!
(Nach Text auf umweltbriefe.de, Ausgabe März 2020)

Mehr zum Thema?
Z. B. -> regiowasser.de
* virtuelles-wasser.de
* waterfootprint.org (englisch)
* Bei uns hier > UNSWELT & RESSOURCEN > WASSER
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