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AGUS Markgräflerland e.V.
 
Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz e.V.
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Geologie des Rheintals und des Schwarzwaldes

Bild Entstehung des Rheingrabens. Quelle: Diercke WeltatlasEs wird vorausgesetzt, dass der Leser die Grundzüge der Bildung des Rheintals kennt, also die Bildung des Risses der Erdrinde in Nord-Süd-Richtung durch die Plattentektonik (vor ca. 45 Millionen Jahren) sowie die anschließende Absenkung des Rheintals um ca. 3-5 km gegenüber den Rändern im Westen (Vogesen) und im Osten (Schwarzwald). Diese Absenkung hält heute noch an, was zuweilen zu Verschiebungen der Erdplatten gegeneinander führt, was wir heutigen Erdenbürger dann als Erdbeben wahrnehmen.

Die gewaltige Differenz zwischen der beschriebenen Absenkung um 3-5 km und der heutigen Höhendifferenz der Erdoberfläche vom Rheintal bis zu einer Höhe der Schwarzwaldberge (ca. 1500 m höher als das Rheintal) hat zwei wesentliche Gründe:

Bild Geologische Gesteinsschichten. Quelle: Diercke Weltatlas(1) Die Erosion weicherer Bodenformationen über den Bergen des Schwarzwaldes hat dazu geführt, dass das Niveau der Erdoberfläche heute fast mit der Höhe des Basisgesteins übereinstimmt. Nur eine dünne Schicht von Mutterboden deckt das felsige Grundgestein ab. Ohne Erosion wäre der Schwarzwald ca. 3000 Höhenmeter höher. als er heute ist.
(2) Im Rheintal hingegen wurde im Laufe der Zeit diverses Erosions-Geröll abgelagert, was einerseits von der Erosion des Schwarzwaldes, aber mehr noch von der Erosion der Alpen stammt. Dadurch wurde der Boden des Rheintals um bis zu 300 m aufgefüllt.

Bild Quelle: Schnitt OberrheingrabenDas weiter oben gezeichnete Bild eines geordneten Einbruchs des Erdmantels im Bereich des Rheingrabens ist natürlich nur eine Modellvorstellung. In der Realität verlief der Einbruch nicht so schon geordnet, sondern das Mittelteil zerbrach in viele kleinere Bereiche, die unterschiedlich stark abgesunken sind, wie auch die nebenstehende Graphik verdeutlicht dargestellt. Insbesondere in den Randbereichen zu den benachbarten Gebirgen (Vogesen und Schwarzwald) verhakten einige Bruchstücke und sanken so deutlich weniger ab. Hinzu kommt, dass sich in den Randbereichen die Platten beim Absinken auch oftmals verdrehten, so dass die Schichten der verschiedenen Gesteinsschichten deutlich schräg stehen. Dieser Effekt ist leider in der Graphik nicht aufgezeigt.

Bodenerhebung in Staufen










Erdbeben natürlichen Ursprungs im Markgräflerland








Menschengemachte Erdbeben